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Europatag am OSZ IMT

Berufliche Bildung am OSZ IMT wird europäischer

 

Deutschland hat neun Nachbarstaaten und nimmt damit eine zentrale Position für grenzüberschreitende Märkte ein. Europäische Berufbildungsentwicklungen wirken daher immer stärker auf das deutsche Berufsbildungssystem direkt oder indirekt ein: Denn unsere Schüler/innen sollen ihre erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen ohne Einschränkung in allen EU-Ländern einsetzen können und sich somit den europäischen Arbeits- und Bildungsraum erschließen.

Eine moderne berufliche Erstausbildung muss somit die Mobilität der Auszubildenden und Absolventen / Absolventinnen erhöhen und Kompetenzen nach EU-Standards fördern.

Die europäische Schulentwicklung in der beruflichen Bildung wird intensiver. Das OSZ IMT beteiligt sich an diesem Prozess:

Die konkrete Ausgestaltung der europäischen Initiativen am OSZ IMT wird uns während der nächsten Jahre vor große Herausforderungen stellen, denn es gilt den möglichen Nutzen mit dem nicht unerheblichen Aufwand neuer Kooperationen abzuwägen und sinnvoll zu planen.

Mathematisch- technische/r Software- entwickler/in

Zum 1. August 2007 startet in der Abteilung I am OSZ IMT der modernisierte Ausbildungsberuf zum/zur Mathematisch-technischen Softwareentwickler/in (MATSE). MATSEs befassen sich unter anderem mit der Anwendung mathematischer Modelle zur Lösung von Problemen aus Informatik, Technik, Naturwissenschaft und Wirtschaft.

MATSE - Mathematisch-Technische/r Softwareentwickler/in

Das MATSE-Berufsbild ist die erste duale Berufsausbildung, die konzeptionell dem europäischen Referenzrahmen für berufliche Kompetenzen (EQR) folgt - also ein Pilotprojekt am OSZ IMT!

EQR - Europäischer Qualifikationsrahmen

Im Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR; engl.: European Qualification Framework, EQF) werden europaweit gültige Bildungsstandards formuliert. Die in Aus-, Fort- und Weiterbildung bzw. Studium erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen sollen in allen europäischen Ländern vergleichbar sein.

Die EU-Mitgliedgsstaaten sind angehalten, eigene Nationale Qualifikationsrahmen (NQR) zu entwickeln, in denen die Besonderheiten der jeweiliegen Bildungssysteme formuliert werden. Auf Bundesebene soll der nationale Qualifikationsrahmen bereits im Sommer 2007 verabschiedet werden.

Am OSZ IMT erfolgt die Umsetzung des europäischen Referenzrahmens für berufliche Kompetenzen in der Berufs- und der Berufsfachschule:

  • In der Berufsschule (Abteilung I) wird das MATSE-Berufsbild in Kompetenzstandards formuliert und in der europäischen Systematik abgebildet. Bei seiner Umsetzung beziehen wir uns auf Erfahrungen, wie sie bei Volkswagen Coaching in Zusammenarbeit mit der Uni Kassel gemacht wurden.
  • In der Berufsfachschule (Abteilung III) werden gegenwärtig einige Bildungsgänge nach den Vorgaben des EQR überarbeitet. Es wird ein Europäisches Zertifikat am OSZ IMT entwickelt.
ECVET - European Credit System for Vocational Education and Training

Das OSZ IMT begleitet den Konsolidierungsprozess der Integration der europäischen Bildungssysteme bereits seit einiger Zeit sehr intensiv. Unlängst nahmen die Kollegen Döbler und Schiffl an einer Fachtagung mit dem Thema "European Credit System for Vocational Education and Training (ECVET)" in Bonn teil. Die Veranstaltung fand am 30./31. Oktober 2006 beim BIBB statt.

ECVET ist ein Instrument zur Messung von Qualifikationen und Leistungen in der beruflichen Bildung, das in allen Staaten der EU eingeführt werden soll. Auf der Tagung wurden die Beweggründe und Rahmenbedingungen diskutiert und mögliche Wirkungen auf das System der beruflichen Bildung in Deutschland erörtert.

In drei Leitforen beschäftigten sich Moderatoren, Referenten und Teilnehmer mit den Fragen,
  • ob dieses neue System das traditionelle Berufsprinzip auflösen wird,
  • ob ECVET die Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit der Bildungsgänge innerhalb Deutschlands erhöhen könnte.
  • Und schließlich wurde überlegt, ob durch ECVET eine neue gemeinsame "Währung" in der europäischen Berufsbildung entstehen könnte, wie sie bereits durch die Einführung des Europass anvisiert wird.
Es folgten Präsentationen und Diskussionen über Praxisbeispiele. Besonders erwähnt werden sollen hier:
  • Das Oldenburger Modellprojekt zur Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge, das Anforderungen an ein Leistungspunktesystem diskutierte;
  • Anforderungen, die von Unternehmen an ein Leistungspunktesystem gestellt werden - beispielsweise in der Automobilindustrie;
  • Möglichkeiten einer kompetenzorientierten Beschreibung von Lernergebnissen und deren praktischer Umsetzung.

Die Grundidee von ECVET besteht darin, dass bewertete und zertifizierte Ausbildungsbausteine (Module) die Aus- und Weiterbildung verbessern, weil sie Bildungsstandards formulieren und sowohl den Lernenden wie den Ausbildenden klare Zielvorgaben ermöglichen. Auch Ausbildungsverbünde können derartige Standards formulieren.

Für das OSZ IMT ergibt sich daher die Aufgabe, die von uns angestrebten Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen als Lernergebnisse, als sogenannte "outcomes"- zu formulieren. Wichtig ist also, was am Ende einer Lerneinheit tatsächlich gekonnt, gewusst und angewandt werden kann.

Die Methoden zur Leistungserfassung müssen dementsprechend fein und ausführlich sowie nachvollziehbar beschrieben werden, so dass berufliche Kompetenzen auch von anderen Institutionen verstanden und im Prozess des lebenslangen Lernens als Bildungsbausteine angerechnet werden können.

Europäische Bildungsprogramme

Insgesamt 31 Staaten beteiligen sich an europäischen Bildungsprogrammen wie SOKRATES oder LEONARDO DA VINCI, um die Mobilität der Auszubildenden bzw. der Absolventen und Absolventinnen zu erhöhen oder neue Kompetenzen bereits in der beruflichen Erstausbildung zu fördern.

Das OSZ IMT beteiligt sich am europäischen Bildungsprogramm und plant u.a. für seine Cisco Networking Akademie eine Zusammenarbeit mit der Türkei im Rahmen des COMENIUS-Programms.

Mit der Aktion COMENIUS soll die europäische Zusammenarbeit von Schulen und den in ihnen tätigen Menschen gefördert werden. COMENIUS verfolgt die Ziele,
  • die Qualität der Schulbildung zu verbessern und ihre europäische Dimension zu stärken, insbesondere durch
  • die Förderung der europäischen Zusammenarbeit zwischen Schulen und der beruflichen Aus- und Fortbildung des Schulpersonals,
  • die Förderung des Fremdsprachenerwerbs und des interkulturellen Bewusstseins in der europäischen Schulbildung.
Links auf www.oszimt.de

EU-Aktionstag "Mobil in Europa - ich bin dabei"

Leonardo-Projekt bewilligt

Europäisches Zertifikat am OSZ IMT

Europatag am OSZ IMT (inklusive: Helferlein für Arbeitssuche in EUROPA)

Leitung Abteilung I

Mitteilung: Jahrestagung Fachschulen für Medizintechnik 2007

Mitteilung: Jahrestagung Fachschulen für Medizintechnik 2006

Leitung Abteilung III

Cisco Networking Akademie

externe Links

BiBB: Mathematisch-technischer Softwareentwickler/-in

BiBB: Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR)

Volkswagen Coaching: Europäisierung der Berufsbildung

Universität Kassel

BiBB: ECVET

ECVET - Messung von Qualifikationen und Leistungen in der beruflichen Bildung

europass

Oldenburger Modellprojekt zur Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge (PowerPointPräsentation)

Uni Oldenburg: Projektbeschreibung zur Anrechnung beruflicher Kompetenzen

KMK: Das SOKRATES-Programm der Europäischen Union

Nationale Agentur beim BiBB: SOKRATES

Schule
Bildung
Fächer
Schüler
Service
Forum
intern
     
 
Sponsoren:
 
   
  http://www.innovaphone.com  
  http://www.rz.rwth-aachen.de  
  http://ww2.betasystems.com/de/index.html  
  http://www.autodesk.de  
  AVM GmbH, Berlin  
  http://www.copra-system.de  
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aktualisiert am:
02.06.2009
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