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Das OSZ IMT begleitet den Konsolidierungsprozess der Integration der europäischen Bildungssysteme bereits seit einiger Zeit sehr intensiv. Unlängst nahmen die Kollegen Döbler und Schiffl an einer Fachtagung mit dem Thema "European Credit System for Vocational Education and Training (ECVET)" in Bonn teil. Die Veranstaltung fand am 30./31. Oktober 2006 beim BIBB statt.
ECVET ist ein Instrument zur Messung von Qualifikationen und Leistungen in der beruflichen Bildung, das in allen Staaten der EU eingeführt werden soll. Auf der Tagung wurden die Beweggründe und Rahmenbedingungen diskutiert und mögliche Wirkungen auf das System der beruflichen Bildung in Deutschland erörtert.
In drei Leitforen beschäftigten sich Moderatoren, Referenten und Teilnehmer mit den Fragen,
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- ob dieses neue System das traditionelle Berufsprinzip auflösen wird,
- ob ECVET die Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit der Bildungsgänge innerhalb Deutschlands erhöhen könnte.
- Und schließlich wurde überlegt, ob durch ECVET eine neue gemeinsame "Währung" in der europäischen Berufsbildung entstehen könnte, wie sie bereits durch die Einführung des Europass anvisiert wird.
Es folgten Präsentationen und Diskussionen über Praxisbeispiele. Besonders erwähnt werden sollen hier:
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- Das Oldenburger Modellprojekt zur Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge, das Anforderungen an ein Leistungspunktesystem diskutierte;
- Anforderungen, die von Unternehmen an ein Leistungspunktesystem gestellt werden - beispielsweise in der Automobilindustrie;
- Möglichkeiten einer kompetenzorientierten Beschreibung von Lernergebnissen und deren praktischer Umsetzung.
Die Grundidee von ECVET besteht darin, dass bewertete und zertifizierte Ausbildungsbausteine (Module) die Aus- und Weiterbildung verbessern, weil sie Bildungsstandards formulieren und sowohl den Lernenden wie den Ausbildenden klare Zielvorgaben ermöglichen. Auch Ausbildungsverbünde können derartige Standards formulieren.
Für das OSZ IMT ergibt sich daher die Aufgabe, die von uns angestrebten Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen als Lernergebnisse, als sogenannte "outcomes"- zu formulieren. Wichtig ist also, was am Ende einer Lerneinheit tatsächlich gekonnt, gewusst und angewandt werden kann.
Die Methoden zur Leistungserfassung müssen dementsprechend fein und ausführlich sowie nachvollziehbar beschrieben werden, so dass berufliche Kompetenzen auch von anderen Institutionen verstanden und im Prozess des lebenslangen Lernens als Bildungsbausteine angerechnet werden können.
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