home - zur Startseite von www.oszimt.de
Oberstufenzentrum
Informationstechnik und Medizintechnik Berlins größte IT-Schule
Kontakte zum OSZ IMT Anreise Sitemap
 
 
Dokument versenden Druckansicht
  Seite zurück zur Startseite Seite vorwärts
 

Nicht ausbildungsreif?

 

Vor allem die Eltern sind in der Pflicht!

Berufsbildungsexperten/innen in Deutschland sehen vor allem die Eltern in der Pflicht, wenn es darum geht, die Ausbildungsreife ihrer Kinder sicherzustellen. Weil der Zusammenhalt in der Familie in den letzten 15 Jahren deutlich nachgelassen habe, würden im Elternhaus gerade solche Tugenden nur unzureichend eingeübt, die nach Meinung der Experten/innen zu den wichtigsten Aspekten der Ausbildungsreife zählen - Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen sowie Lern- und Leistungsbereitschaft.

Das gleiche gelte für die oft beklagten schlechten Leistungen bei den Grundrechenarten, der Dreisatzrechnung und den Grundregeln der Rechtschreibung. Auch hier sehen die Fachleute einen Zusammenhang mit den veränderten familiären Rahmenbedingungen.

Zwar müssten die Schulen ebenfalls mehr dafür tun, dass die Jugendlichen wieder bessere Leistungen zeigten. Doch seien die Eltern mitverantwortlich und könnten ihre Pflichten nicht einfach nur an die Schule abschieben.

Befragung

Dies sind Ergebnisse einer Befragung, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Herbst 2005 bei knapp 500 Berufsbildungsexperten durchführte und Anfang Dezember in Bonn veröffentlichte. Die Befragten stammen aus Betrieben und Berufsschulen, Kammern, Wirtschafts- und Berufsverbänden, Gewerkschaften, der staatlichen Bildungsverwaltung und aus Forschungseinrichtungen.

Expertenmonitor Berufliche Bildung

Bei der Befragung kam erstmals das neue Online-Befragungssystem Expertenmonitor Berufliche Bildung zum Einsatz.

Ziel des Expertenmonitors ist es, systematisch das fachliche Urteil von Experten und Expertinnen zu aktuellen Fragestellungen und Problemen der Berufsbildung zu erheben und in die bildungspolitische Diskussion einzubringen.

Die Fachleute wurden zum einen danach gefragt, was sie unter Ausbildungsreife verstehen. Zum anderen sollten sie einschätzen, wie sich die Ausbildungsreife der Jugendlichen in den letzten Jahren entwickelt hat, welche Ursachen sie dafür sehen und wie die Ausbildungsreife verbessert werden könnte.

Qualifikation der Bewerber/innen

Was hat sich bei den Bewerberqualifikationen in den letzten 15 Jahren verändert?

Die Fachleute blicken insgesamt eher skeptisch auf die Entwicklung der Bewerberqualifikation in den vergangenen 15 Jahren. Fast alle sind davon überzeugt, dass die Beherrschung der deutschen Rechtschreibung, die schriftliche Ausdrucksfähigkeit, die Fähigkeit zu einfachem Kopfrechnen und Kenntnisse der Prozent- und Dreisatzrechnung nachgelassen haben.

Negative Veränderungen beobachten die Befragten auch jenseits des Schulwissens - bei der Konzentrationsfähigkeit, dem Durchhaltevermögen, der Sorgfalt und der Höflichkeit. Und sie stellen fest, dass das Wissen um die Bedeutung von Arbeitstugenden wie z.B. Pünktlichkeit bei den Jugendlichen deutlich geringer ausgeprägt ist als bei früheren Bewerbergenerationen.

Positiv entwickelt haben sich nach Meinung der Befragten dagegen die IT- und Englischkenntnisse der Jugendlichen. Außerdem seien sie selbstsicherer als noch vor 15 Jahren; ein Teil der Experten und Expertinnen hat zudem den Eindruck, dass sich die Kommunikations- und Teamfähigkeit der Jugendlichen verbessert habe.

Mehrheitlich bescheinigen die Fachleute den jungen Leuten außerdem, dass sie sich bei der Lehrstellensuche mehr anstrengen würden als die Bewerbergeneration vor 15 Jahren.

Verantwortung für die Zukunft

Was sollte getan werden?

Die Verantwortung für die gesunkene Bewerberqualifikation tragen nach Meinung der Experten/innen letztlich alle Beteiligten - und alle müssten etwas ändern:

Eltern müssten ihren Kindern stärker als bisher grundlegende Werte vermitteln und die Auseinandersetzung mit der Berufswahl fördern.

Die Schule müsste verstärkt in die Förderung der Jugendlichen eingebunden werden: Sie sollte Schlüsselqualifikationen fördern und ihren Lernaufgaben einen stärkeren Praxisbezug geben.

Die Unternehmen sollten bei der Bewerberauswahl stärker als bisher das Entwicklungspotenzial der Jugendlichen berücksichtigen und mehr schwächere Jugendliche ausbilden - ohne allerdings die Ausbildungsanforderungen zu senken.

Die Jugendlichen sollten stärker als bisher Verantwortung für das eigene Leben übernehmen und lernen, die eigenen Kompetenzen richtig einzuschätzen.

Konsens und Dissenz

Worin sind sich die Fachleute einig - und worin nicht?

Unter den befragten Berufsbildungsexperten/innen besteht weitgehend Konsens: Weil die Komplexität der Arbeitswelt in den letzten Jahren massiv gestiegen ist, haben die Anforderungen der Betriebe an das Leistungsniveau der Bewerber zugenommen.

Einigkeit besteht auch in der Einschätzung, dass eine vorhandene Ausbildungsreife heute nicht in jedem Fall einen Ausbildungsplatz garantiert und auch, dass jemand mit schlechten Noten durchaus ausbildungsreif sein kann.

Uneinig sind sich die Fachleute bei den Fragen, ob das Problem der mangelnden Ausbildungsreife übertrieben dargestellt wird und die Klagen darüber von der schwierigen Ausbildungsstellenmarktsituation ablenken soll.

Während Gewerkschaftsvertreter/innen dieser Einschätzung nahezu uneingeschränkt zustimmen, weisen Wirtschaftsvertreter/innen diese Thesen mit gleicher Intensität zurück. Die übrigen Experten/innen tendieren unterschiedlich zu einer der beiden Positionen und beziehen dazu eher eine mittlere Positionen.

Links auf www.oszimt.de

Dokumentation: Berufe aus dem Klassenzimmer

externe Links

BiBB: Ausführliche Ergebnisse der Befragung

Expertenmonitor Berufliche Bildung

Projekt Expertenmonitor

Schule
Bildung
Fächer
Schüler
Service
intern
     
 
Sponsoren:
 
   
  http://www.rz.rwth-aachen.de  
  http://ww2.betasystems.com/de/index.html  
  http://www.autodesk.de  
  AVM GmbH, Berlin  
  hhttp://www.kaeuferportal.de  
   
 
Artikel versenden Dokument versenden   Drucken Druckansicht zum Seitenbeginn
 
 
  webgroup@oszimt.de
Kontakte zum OSZ IMT Kontakt   Anreise Anreise   Hilfe-Forum Hilfe   Sitemap Sitemap Seite zurück zur Startseite Seite vorwärts
 
 
 
Impressum
Haftungsausschluss

aktualisiert am:
24.08.2006
Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik
(Berufliches Gymnasium, Berufsoberschule, Fachoberschule, Berufsfachschule, Fachschule und Berufsschule)
Haarlemer Straße 23-27
12359 Berlin-Neukölln
Tel.: 030-225027-800     Fax: 030-225027-809
Eine Einrichtung des Landes Berlin
   
Process Error

Error:

Keine Schreibrechte für die Logdatei '/var/www/oszimt.de/web/nextcms/logs/site.log'.