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Wo früher schwere Werkbänke standen, gestanzt, gebohrt und gefeilt wurde, geht es nun leise und filigran zu. Nach dreijährigem Umbau wurde am 24. Februar das Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik (OSZ IMT) in der Haarlemer Straße offiziell eingeweiht.
Das Oberstufenzentrum vereint nun die Informations-, Medizintechnik und technische Kommunikation. 3000 Schüler werden dort von 159 Lehrern unterrichtet. Um das alte Gebäude an der Haarlemer Straße den veränderten Bedingungen in der beruflichen Bildung anzupassen, wurde der Umbau des alten OSZ Feinwerk- und Gerätetechnik nötig.
"Es war damals mit dem Rückgang der Schülerzahlen im Metallbereich zu rechnen. Im IT-Bereich dadgegen wurde die Nachfrage immer größer", sagt Schulleiter Hartmut Brösemann. Und so wurde der ehemalige Werkstattbereich zu großzügigen Laborräumen für angehende Informationstechniker und Assistenten für Kommunikationstechnik umgebaut. Die teilen sich die Schule mit den technischen Zeichnern, den Auszubildenden der medizintechnischen Berufe und den angehenden Uhrmachern und Goldschmieden, die hier ebenfalls eine Berufsausbildung absolvieren. Dafür stehen 30 hochmodern ausgestattete Labore zur Verfügung. Die 1000 Rechner sind miteinander vernetzt und verfügen über Internetzugang.
Insgesamt acht Millionen Euro hat der Umbau verschlungen, finanziert mit Geldern der Europäischen Union. Eine Investition in die Zukunft, denn viele junge Menschen streben in IT-Berufe.
"Wir haben leider nicht an jeder Schule das Potential, Informatikleistungskurse anzubieten", so Schulsenator Klaus Böger (SPD), der an der Eröffnung teilnahm. Böger sieht darum die große Chance in den berufsbildenden Zentren.
Das bestätigt auch Lars Erdmann. Der 18jährige wechselte hierher, weil er an seiner alten Schule keine Möglichkeit hatte, sein Interesse für Computertechnik auszubauen. Nun kommt der angehende Telekommunikationsassistent täglich von Hellersdorf nach Neukölln. "Aber es lohnt sich, wir lernen viel und es macht Spaß."
Die Ausbildung am Oberstufenzentrum für Informations- und Medzintechnik ist vielseitig. Schüler, die auf dem Ausbildungsmarkt keine Lehrstelle gefunden haben, können in unterschiedlichen Fachrichtungen eine sogenannte vollschulische Berufsausbildung machen. Auch die Fachhochschulreife kann erworben werden. Das berufliche Gymnasium schließt mit dem IT-Abitur, der allgemeinen Hochschulreife ab, und im Bildungsgang "Berufsausbildung mit Abitur" können Schüler in vier Jahren das Abitur ablegen und parallel ihren IHK-Abschluss zum Fachinformatiker machen.
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