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OSZ IMT - Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik

ERASMUS+-Akkreditierung des OSZ IMT erfolgreich!

Der im Oktober 2021 vom OSZ IMT bei der Nationalen Agentur des BIBB eingereichte Antrag auf eine Akkreditierung im Rahmen des bis 2027 laufenden Erasmus+ Programms der Europäischen Union wurde Ende Januar 2022 mit 99 von 100 möglichen Punkten positiv für den Bereich der beruflichen Bildung beschieden. Damit ist das OSZ IMT in der Lage, in den kommenden fünf Jahren die europäische Dimension beruflicher Bildung langfristig im Rahmen einer strukturierten, an Qualitätsstandards ausgerichteten und auf konkrete gesamtschulische Entwicklungsbereiche fokussierten Perspektive in den Kontext der strategischen Schulentwicklung einzubetten.

Im Prozess der innerschulischen Klärung der bis 2027 anzustrebenden Ziele - dem sog. Erasmusplan- hatten die Leitungsgremien des OSZ IMT seit Sommer 2021 drei Kernbereiche benannt, die mit einer europäischen Ausrichtung den Prozess der Schulentwicklung unterstützen und ergänzen sollen:

1. Mobilitätsmaßnahmen:

Das OSZ IMT möchte die berufliche und persönliche Entwicklung der Lernenden fördern und an bewährten Mobilitätsmaßnahmen festhalten. (Auslandspraktika für vollschulische und duale Bildungsgänge, Förderung der sprachlichen Kompetenzen durch Sprachkurse, Organisation und Umsetzung durch das EU-Team)

2. Inklusion:

Das OSZ IMT möchte Teilhabe am europäischen Bildungsraum und Inklusion der (auch benachteiligten) Lernenden fördern und Berufsfelderkundungen für Schülergruppen durchführen. (Wettbewerbserfahrungen im europäischen Umfeld, Sportcamps, Leistungsvergleiche, Hackathon u.a., Beratung und Unterstützung durch das EU-Team und Schulleitung, Umsetzung bzw. Begleitung durch Fachlehrkräfte und Beratungsteam des OSZ IMT)

Die besondere Bedeutung von Inklusion im Antrag des OSZ IMT ergibt sich aus dem sehr weit gefassten Konzept von Benachteiligung und Vielfalt, das im aktuellen Erasmus Programm Hindernisse für die Beteiligung an europäischer Bildung wie folgt benennt:

  • mentale, körperliche, sensorische oder sonstige Beeinträchtigungen;
  • gesundheitliche Probleme (wie zum Beispiel chronische oder psychische Erkrankungen);
  • Hindernisse im Zusammenhang mit Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung, die dazu führen, dass Menschen keine guten Leistungen erbringen oder frühzeitig aus diesem System ausscheiden;
  • kulturelle Unterschiede gegenüber der Mehrheitsgesellschaft, wie sie zum Beispiel Geflüchtete, Neuzugezogene, Angehörige einer nationalen oder ethnischen Minderheit, sprachlich und kulturell nicht integrierte Menschen erfahren;
  • soziale Hindernisse, die durch Anpassungsschwierigkeiten hervorgerufen werden, wie beispielsweise durch begrenzte soziale Kompetenzen, risikoreichem Verhalten oder Alkohol- und Drogenmissbrauch hervorgerufen werden;
  • soziale Hindernisse, die durch familiäre Verhältnisse entstehen;
  • wirtschaftliche Hindernisse, wie beispielsweise ein niedriger Lebensstandard, Langzeitarbeitslosigkeit oder ein geringes Einkommen;
  • Hindernisse im Zusammenhang mit Diskriminierung (zum Beispiel aufgrund von Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Weltanschauung, sexueller Orientierung, Behinderung oder übergreifender Faktoren (eine Kombination eines oder mehrerer der genannten Diskriminierungsgründe ist möglich) (vgl. https://www.na-bibb.de/themen/inklusion-und-vielfalt#c45408  )

Auf der Grundlage dieses weitgefassten Konzepts sind nunmehr auch Maßnahmen förderungsfähig, die bisher im Rahmen von beruflicher Mobilität nicht gezielt in den europäischen Austausch eingebunden waren.

3. Fortbildung und Kooperation der Lehrkräfte:

Das OSZ IMT möchte die Weiterbildung und Zusammenarbeit der Lehrenden unterstützen. (Fachfortbildungen, Förderung der Sprachkenntnisse, Teilnahme an Workshops und Konferenzen, Einholung von „Experten“ (externe Fortbildner/innen), europäischer Austausch, Teams (auch lernfeldübergreifend) stärken (Teamentwicklung, Stärkung der fachlichen Kompetenzen. Beratung durch das EU-Team, Nutzung der Fortbildungs- und Veranstaltungsdatenbanken der EU - z.B. EPALE u.a. - und Auswahl der Bedarfe/Angebote/Interessen durch jeweilige Teams, Fachverantwortliche, Lehrkräfte).

Im Hinblick auf diese Ziele und deren Umsetzung in den nächsten Jahren wird in dem bewilligenden Gutachten der NA-BIBB festgehalten:

„Der Antrag enthält drei sehr klare Zielstellungen, die Merkmale einer Entwicklung aufweisen und auch die Zielgruppen direkt mitbedenken. Der Bedarf wurde sehr gut dargestellt. Es wird eingeschätzt, dass alle Zielstellungen an diesem ansetzen. Die Zielstellungen sprechen die Bedürfnisse einzelner Zielgruppen und der antragstellenden Einrichtung an. Die Mobilitätsaktivitäten wurden gut in die Zielstellungen integriert, sodass ihre positive Wirkung gut deutlich wird. Der Nutzen für die antragstellende Einrichtung wird ebenso deutlich. Die Zielstellungen sind relevant, sie fördern die Zielgruppen, fachlich, sprachlich und interkulturell, unterstützen die Kompetenzen der Einrichtung in internationaler Partnerarbeit und deren inklusive Bemühungen…Die gut nachvollziehbaren Zeitpläne erlauben einen guten Blick auf das Management der Mobilitätsaktivitäten und den Zielerreichungsgrad. Auf diese Weise behält die Einrichtung die langjährigen Ziele im Blick und kann dennoch sehr gut auf kurzfristige Beeinflussungen reagieren. Sehr positiv eingeschätzt wird die Evaluierung der Zielerreichung...Die Aktivitäten unterstützen die internationale Ausrichtung der Einrichtung. Sie haben einen klaren Bezug zu den gesetzten Zielen im Antrag und passen zu den bisherigen Erfahrungen der Einrichtung und zum Erasmus Plan. Die Mobilitätszahl spiegelt die Vorerfahrung und den bereits fortgeschrittenen Grad an Implementation der Erasmus+ Aktivitäten in die antragstellende Einrichtung

Zur Durchführung der Mobilitätsaktivitäten wurden hinreichend personelle Ressourcen eingeplant und die Verantwortungsbereiche nachvollziehbar aufgeteilt. Daher wird eingeschätzt, dass die Qualitätskriterien der Aufforderung eingehalten und die Kontinuität der Mobilitätsaktivitäten im Bedarfsfall gewährleistet werden können. Alle notwendigen Verantwortlichen wurden in die Verwaltung der Erasmus+ Aktivitäten einbezogen. Die Qualitätsstandards wurden hinreichend betrachtet und zeigen einen aktuell schon fortgeschrittenen Grad der Implementation… Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle der sehr gut ausgearbeitete Medienentwicklungsplan der antragstellenden Einrichtung... Dem Oberstufenzentrum für Informations- und Medizintechnik ist daher ein in allen Bereichen sehr strukturierter Antrag gelungen, der auf gute Ergebnisse schließen lässt.“ (Auszug aus dem Gutachten des BIBB, 27.1.2022)

Mit der Akkreditierung erhält das OSZ IMT einen unbefristeten, vereinfachten Zugang zum Erasmus+-Programm bis 2027, eine langfristige Perspektive sowie Planungssicherheit für Mobilitäten und Internationalisierung. Damit können wir die nachhaltige Verbindung der europäischen Initiativen mit gesamtschulischen Entwicklungen – auch unter Einbeziehung unserer externen Kooperationspartner- verstärken und einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der beruflichen und persönliche Weiterentwicklung unserer Lernenden und Mitarbeiter leisten.

Weiterführenden Informationen zur Akkreditierung unter:

https://www.na-bibb.de/erasmus-berufsbildung/mobilitaet/akkreditierung

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