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Neuigkeiten aus Lesotho

Seit Beginn unserer Partnerschaft mit der Gemeinde St. Petri und der damit verbundenen Förderung unseres Patenkindes Relebohile steht uns Iris Eberl aus der Lesotho-Gruppe mit Rat und Tat zur Seite. Oktober und November verbrachte Iris in Lesotho, einem Königreich inmitten Südafrikas. Iris arbeitet dort freiwillig an Projekten mit der Pitseng High School, die auch von unserem Patenkind Relebohile besucht wird.

In ihren E-Mails berichtet uns Iris zunächst von ihrem erschwerten Weg, aber auch dem herzlichen Empfang, den sie erhielt. Weiterhin informiert sie uns von der bisher guten Zusammenarbeit mit Doris Lekhela, die sich um die Vergabe von Schulgeldern und die Betreuung jeweils eines Schülers kümmert und diesbezüglich eng mit Herrn Hornung von der Partnerschaft mit der Dritten Welt – Eine-Welt-Laden e. V. in Weil der Stadt zusammenarbeitet. Auch hat Iris Mr. Tau getroffen, einem Lehrer an der Pitseng, durch dessen Engagement während der letzten zwei Jahre im Rahmen der kommunalen Klimapartnerschaft Leribe/Geestland sowie mit Hilfe der Lesotho-Gruppe Langen 360 Apfelbäume an der Schule gepflanzt wurden. 

Weiterhin informiert uns Iris über das Bauprojekt eines Waisenhauses, weswegen sie auch schon mit Mrs. Mamello Kontakt aufgenommen hat. Mrs. Mamello ist Gründerin des Kinderheims Phelisanong in Pitseng für körperbehinderte Kinder, für solche die HIV-positiv sind, für besonders schützenswerte und für nicht beeinträchtigte Kinder. Prinz Seeiso aus Lesotho sowie Prinz Harry aus Großbritannien unterstützen dieses Heim seit vielen Jahren. Iris hat den Eindruck, dass sich die ökonomische Situation in Lesotho etwas verbessert hat, sie bringt aber auch Nachteile, wie z.B. Neid mit sich. Zudem sind die Klimaveränderungen wohl spürbar zu merken: Temperaturen sind ungewöhnlich hoch und Wasserstände niedrig. Wie auch bei uns ist Plastikmüll ein Problem, der dort einfach weggeworfen und dann über Erosion ins Meer gespült wird. Außerdem wird Plastik oft verbrannt, was jedoch höchst schädlich für die Umwelt ist, weil es giftige Gase freisetzt.

Hervorzuheben ist, dass Iris Einsicht in die Finanzen sowie Erläuterungen durch Makabelo und Mpho erhielt und versichern kann, dass alle Gelder korrekt, gut verständlich und logisch nachvollziehbar, wie vereinbart, verteilt wurden. 

Über Relebohile, unserem Patenkind, schreibt Iris folgendes: 

„Relebohile Moima schreibt diese Woche gerade ihre letzten Prüfungsarbeiten in Form E, der letzten Klasse des Gymnasiums. Relebohile war ein ganz schüchternes Mädchen mit einer piepsigen, kaum hörbaren Stimme. Heute ist sie eine junge sehr selbstbewusste Frau, die genau weiß, was sie will. Wegen häufigen Hungerns während ihrer Kindheit ist sie nur etwa 1,55 cm groß, wie so viele junge Menschen in Lesotho. Sie wird in Kürze zurück in ihr Elternhaus nach Mahobong, einem Nachbarort von Pitseng, gehen. Das Elternhaus ist eine winzige Wellblechhütte mit einem etwas breiteren Bett, mit übereinander gestapelten Kisten voller Kleidung, einem großen Sessel, einem Küchenschrank und einem Bord. Als ich vor viereinhalb Jahren das erste Mal mit Makabelo in diesem Haus war, lebte Relebohile bereits im Internat der Pitseng High School. Wir trafen dort ihre vier jüngeren Geschwister und zwei ältere Brüder an. Insgesamt sind es neun Geschwister. Betreut wurden sie damals von einer etwa 20-jährigen geistig Behinderten, die mit dieser Aufgabe deutlich überfordert war. Von Zeit zu Zeit kam die Großmutter für wenige Tage vorbei. In den Schränken gab es nichts zu essen und in dem einen Kochtopf war ein kleiner angebrannter Rest Maisbrei. Geld, um etwas zu Essen zu kaufen, hatten die Kinder auch nicht. Natürlich habe ich als erstes dafür gesorgt, dass Nahrungsmittel ins Haus kamen. (...) Nachdem der Vater vor Jahren gestorben war, hatte die Mutter ihre Kinder verlassen, um in Johannesburg nach einer Einkommensmöglichkeit zu suchen, damit sie ihre Kinder ernähren konnte. Ohne ausreichende Schul- und Berufsausbildung hatte/hat sie jedoch auch dort kaum eine Chance. Die Kinder und die Großmutter wussten, dass die Mutter noch lebt, weil sie in großen zeitlichen Abständen von Reisenden aus Lesotho hörten, dass sie die Mutter in Johannesburg gesehen hätten. Zu Weihnachten 2017 kam die Mutter das erste Mal wieder nach Lesotho. Die Kinder waren überglücklich. Sie brachte winzige Geschenkchen, die aber nicht für alle Kinder ausreichten. Sie freute sich, dass für ihre Kinder gesorgt wird. Danach war sie wieder verschwunden. Die Großmutter erweckte bei mir wiederholt den Eindruck, total emotionslos und gleichgültig den Kindern gegenüber zu sein und die Unterbringung im Kinderheim schien sie als große Erleichterung zu erleben.“ 

Wie man unschwer auf den Fotos erkennen kann, macht Relebohile einen sehr glücklichen Eindruck.

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