OSZ IMT - Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik

Das Projekt Open Lights – Über den Bau einer Rollstuhl-Beleuchtung

© madeformywheelchair.de

Lötarbeit zum Verbinden von Microcontroller und Lichteinheit

Das fertige Produkt im Einsatz

Fertigen des Gehäusedeckels mithilfe des Lasercutters

Herr Hornschu konstruiert das 3-D-Modell mit den Schülern mittels AutoCAD

Schon als Kind lernt man, im Dunkeln helle Sachen zu tragen, um gesehen zu werden; mit dem Gegenüber auf Augenhöhe zu kommunizieren, damit man wahrgenommen wird.

Auf Hüfthöhe durch die Stadt zu gondeln ist nicht immer ein Spaß. Gerade nachts ist die Gefahr groß, dass man übersehen wird. 

„Wie kann der Alltag von Rollstuhlnutzern erleichtert und bereichert werden? (…) Eine große Herausforderung (…) ist die Beleuchtung - dass man im Straßenverkehr im Dunkeln gut sieht und gut gesehen wird. Obwohl es mindestens genauso wichtig ist wie beim Fahrradfahren, findet man kaum Rollstuhl-Beleuchtungen auf dem Markt. 

In dem Projekt MADE FOR MY WHEELCHAIR arbeitet ein Team von Rollstuhlnutzern, Technikern und Designern an open source Produkten (...). Die OPEN LIGHTS sind für die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern entwickelt und können (…) selbst gebaut werden.“ (Quelle: madeformywheelchair.de)

Wir haben Lust bekommen, sind der Bauanleitung gefolgt und haben es ausprobiert.  

Während eines Besuchs im Fab Lab Berlin (https://fablab.berlin/de/) erzählte uns Nicolai Hertle, einer der Mitbegründer des Fab Labs, von diesem Projekt: Mit etwas Geschick und den nötigen Geräten kann jeder Laie eine eigene Beleuchtung für einen Rollstuhl bauen. So kann man sich selbstständig mit neueren Technologien wie bspw. dem 3-D-Druck vertraut machen; etwas für Tüftler und Autodidakten also…

Da ein großer Teil der Orthopädietechnik-Mechaniker-Klasse interessiert war, setzten wir diese Idee direkt in ein Schulprojekt um. Die DIY-Anleitung findet sich frei zugänglich im Internet: www.madeformywheelchair.de

Folgende Aufgaben galt es anzugehen:

  • Nachbau des Gehäuses mithilfe eines CAD-Programmes
  • 3-D-Druck des Gehäuses 
  • Programmierung des Microcontrollers zur Lichtsteuerung
  • Verlöten der Lichteinheit mit dem Microcontroller und Einpassen in das Gehäuse
  • Entwurf der Abdeckung mit CAD und Ausschneiden mithilfe eines Lasercutters

Was uns nicht bewusst war? Die verfügbaren Dateien konnten nicht 1:1 als Auftrag in den 3-D-Druck geschickt werden. Vielmehr mussten Sie mit dem CAD-Programm nachbearbeitet werden, damit zuletzt alles passgenau sitzt. Unser Kollege Hans Hornschu hat in stundenlanger Tüftelei ein serienreifes Modell entworfen und zusätzlich den Schülern in mehreren Blöcken den Umgang mit CAD nähergebracht, so dass jeder Einzelne Teile des Modells selbst nachbauen konnte.

Auch das Programm zur Lichtsteuerung war nicht einfach auf den Controller zu spielen. Man muss sich hierfür detaillierter mit der Software Arduino und der Entwicklungsplattform Trinket auseinandersetzen. Da unsere Auszubildenden der Orthopädietechnik aber nun Handwerker sind, besitzt kaum jemand die notwendigen IT-Kenntnisse. Zum Glück hat unser Techniker Herr Purschke diese Aufgabe für uns übernommen und alle Controller entsprechend vorprogrammiert. Er hat unseren Schülern dann gemeinsam mit unserer Technikerin Frau Wegner eine Einführung in das Löten gegeben. Jeder passte die selbst gelötete Lichteinheit in das zuvor gefertigte Gehäuse ein. Zuletzt hat der Kollege Hornschu die Klasse in den Umgang mit dem Lasercutter eingewiesen, die Abdeckungen wurden ausgeschnitten und die fertigen Produkte bewundert.

Unser Fazit: man benötigt viel Zeit und Know-How! Ohne unsere Techniker Herr Purschke und Frau Wegner und ohne unseren Kollegen Hornschu hätten wir das Projekt so nicht umsetzen können. An dieser Stelle nochmals ein Riesendankeschön von der OM 51!!!

Zukünftig können wir uns aber eine Zusammenarbeit verschiedener Bildungsgänge vorstellen – bspw. mit den ITAs oder den Systemplanern…

OM51, Susanne Lüders und Anja Spielmann

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