OSZ IMT - Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik

Berufsprofil

Beschreibung des Berufs

Staatlich geprüfte Techniker - Fachrichtung Medizintechnik arbeiten häufig auf der mittleren bis gehobenen technischen Funktionsebene in Krankenhäusern, Industrie, Forschung, Behörden und Prüfstellen. Tätigkeiten im Bereich der Krankenhausbetriebstechnik, Radiologie, Netzwerktechnik und auch der Einsatz im Service, Vertrieb oder der Bau von medizintechnischen Prototypen in den Entwicklungsabteilungen der Medizintechnikindustrie erweitern die Einsatzbereiche des Technikers in der Medizintechnik.

Betrieb eines Sauerstoffkonzentrators am Trenntransformator zur Signalverfolgung und Überprüfung des Spülzyklus
Arbeit im Team: Funktionsprüfung eines Monitors mit einem Patientensimulator

Qualifikationsprofil

Nach einer Analyse von Stellenausschreibungen für Techniker in der Medizintechnik kristallisierten sich Qualifikationsschwerpunkte in folgenden Bereichen heraus:

  1. Medizintechnik (z.B. sicherheits- u. messtechnische Kontrollen)
  2. Elektrotechnik/Elektronik (Analog- u. Digitaltechnik)
  3. PC-Technik (Betriebssysteme, Komponententausch usw.)
  4. Netzwerktechnik (LAN, WAN)
  5. Strahlentechnik und Strahlenschutz.

Das zunehmend komplexer werdende Betätigungsfeld des Medizintechnikers erfordert nicht nur eine Qualifikation in der Medizintechnik, zunehmend muss der Medizintechniker auch das LAN bzw. WAN oder die Betriebstechnik des Krankenhauses mit betreuen. Diese Aufgabenvielfalt erfordert neben fundierten medizintechnischen Kenntnissen ein breit gefächertes Wissen über Computer, Netzwerke und krankenhausbetriebstechnische Vorgänge.

Der Medizintechniker berät sowohl Ärzte als auch Krankenhausbetreiber bei der Beschaffung von medizintechnischen Geräten und leistet Planungshilfe. Dabei stehen für den Techniker immer die Minimierung der Kosten und die Kompatibilität mit bereits vorhandenen Geräten im Vordergrund.

Die Aufstellung neuer medizintechnischer Geräte in Praxen und Krankenhäusern erfordert nicht nur die erste Inbetriebnahme sondern auch eine umfangreiche Schulung der Anwender durch die Medizintechniker des Herstellers. Hier ist ein besonderes Einfühlungsvermögen gefordert sowie die Fähigkeit, komplizierte technische Sachverhalte dem Anwender verständlich vermitteln zu können.

Krankenhäuser sind einem steigenden Kostendruck unterworfen, so dass für spezielle medizintechnische Geräte kein Medizintechniker mit entsprechender Ausbildung vorgehalten werden kann. So finden zunehmend Techniker im Vertrieb, Wartung oder Service ein Arbeitsgebiet in dem sie als selbstständige Medizintechniker tätig werden können.

Darüber hinaus findet der Medizintechniker in der Prototypenfertigung medizintechnischer Geräte oder in der Forschung ein interessantes Betätigungsfeld.

Das breit gefächerte Qualifikationsprofil ermöglicht der Absolventin bzw. dem Absolventen eine unkomplizierte Anpassung an zukünftige Veränderungen an den Arbeitsmarkt.

Ausbildung in Theorie und Praxis

Die Ausbildung findet in den Fachräumen und Laboratorien der Schule statt und umfasst:

  • den allgemeinbildenden Bereich
  • die mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen
  • die medizinisch-physikalischen Grundlagen
  • das medizinische und hygienische Basiswissen
  • die medizinische Informationstechnik
  • die Medizin- und Krankenhausbetriebstechnik und
  • die Elektrotechnik/Elektronik.

Lerninhalte der Hauptfächer

  • Wirtschafts- und Gesellschaftslehre (Existenzgründung, Marketing, Kaufvertragsrecht, Beschaffung, Absatz)
  • Mathematik (Funktionen, Folgen und Grenzwerte, Integral- und Differentialrechnung, Trigonometrie, Statistik)
  • Physik (Medizinische Akustik und Ultraschall, medizinische Optik, medizinische Anwendung elektromagnetischer Felder, medizinische Strahlenphysik)
  • Anatomie/Physiologie(Grundbegriffe der Anatomie und Physiologie, Zelle und Gewebe, Kreislaufsystem, Nervensystem)
  • Elektrotechnik/Elektronik (Energieversorgung in medizinischen Einrichtungen, Elektrische Sicherheit medizinischer Geräte, Analyse elektrotechnisch-medizinischer Geräte)
  • Medizinische Informationstechnik (Datenschutz in Krankenhäusern, Datenverwaltung im Gesundheitswesen, KIS, Betriebssysteme, Netzwerktechnik)
  • Medizinische Gerätetechnik (sicherheits- und messtechnische Kontrollen an medizintechnischen Geräten, Funktionsanalyse, Fehlerdiagnose, Gesetze, Vorschriften und Normen)
  • Krankenhausbetriebstechnik (Zentrale medizinische Gas- und Druckluftversorgung, Klimatechnik, Stromversorgung, Wasser- und Abwasserversorgung)
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